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Tilo Schulz | A-T-R-O-C-I-T-Y (a tribute to J.G.Ballard) | 2007
| Kompaktschichtstoff-Platten, Siebdruck | Courtesy Dogenhaus Galerie, Leipzig
Katharina Grosse | Ohne Titel |
2005 | 298 x 900 cm | Acryl auf Leinwand
Wolfgang Winter/Berthold
Hörbelt | Museum mit Kisten | 2004 | 370 x 1060 cm
Große Sommerausstellung mit Werken
von
Sonja Alhäuser, Francis Alys, Heike Kati Barath, Daniele Buetti, Annika
Eriksson, Harun Farocki, Katharina Grosse, Benita-Immanuel Grosser, Christoph
Keller, Andrée Korpys / Markus Löffler, Jörg Lenzlinger / Gerda Steiner, Thomas
Locher, Klaus Merkel, Ueli Michel, Olaf Nicolai, Park Fiction,Tata Ronkholz,
Julia Schmidt, Tilo Schulz, Günter Umberg, Gitte Villesen, Wolfgang Winter /
Berthold Hörbelt, Andrea Wolfensberger und Erwin Wortelkamp
Die
Ausstellung „die Präsenzproduzenten“ zeigt 29 Einzelwerke von 25 Künstlerinnen
und Künstlern. Unterschiedlichste künstlerische Strategien stehen nebeneinander:
Werke der ‚klassischen’ Medien Zeichnung, Fotografie, Malerei, Video und
Skulptur finden sich ebenso wie Beispiele partizipatorischer,
interventionistischer und konzeptueller Kunst; das kleine, intime Format ebenso
wie raumfüllende Skulpturen, Videoinstallationen oder Großleinwände. Der Titel
deutet an, dass es sich nicht um eine klassische Themenausstellung, sondern eher
um ein offenes Gefüge handelt, das die einzelnen künstlerischen Positionen zwar
umfasst, sie aber nicht zwanghaft zusammen zieht. Die Ausstellung versteht sich
zunächst als eine bewusst heterogene Addition von herausragenden Einzelwerken,
die sich für immer wieder neue Beziehungsstiftungen öffnen und dabei die
unterschiedlichsten Rezeptions- und Handlungsangebote macht. Der Besucher wird
herausgefordert, ständig neue formale und inhaltliche Bezüge innerhalb dieses
offenen Netzwerks zu entdecken, zu bestätigen oder zu verwerfen - erst in seiner
Arbeit an den Werken bilden sich Gruppierungen und der Besucher wechselt –
merklich oder unmerklich – aus der Rolle des ‚passiven’ Rezipienten in die des
‚aktiven’ Produzenten: Die ‚Bildrezeption wird zur Bildproduktion’ (Michael
Bockemühl). Das Verhältnis von einzelnem Werk, Ausstellung und Inszenierung muss
sich dabei immer wieder neu entscheiden und eröffnet ein komplex vernetztes
Möglichkeitsfeld für Wahrnehmung und Kommunikation. „die präsenzproduzenten“
folgt hierin der Idee des "displays“, wo es „… um ein Zusammenspiel von
Handlungsraum, Präsentation und einer Aktivierung der Beziehung von
Betrachter/In und Betrachtetem, … um eine Interpretationszone von Form und
Inhalt“ geht (Tilo Schulz). Indem die Ausstellung bewusst darauf verzichtet, die
Kunst als Kommentar oder schlichte Illustration außerkünstlerischer Themen zu
inszenieren, handelt es sich auch um eine programmatische Ausstellung über eine
mögliche Rolle der Kunst heute. Die Ausstellung nimmt genuine Qualitäten und
Chancen der Kunst in den Blick und wendet sich dezidiert gegen jede vorschnelle
Vernutzung der Kunst. „die Präsenzproduzenten“ fußt auf der Überzeugung, dass
sich im Werk-Betrachter-Dialog eine begrifflich vielfach nicht einholbare
Gegenwart aufbaut, die Sinn und Sinnlichkeit gleichberechtigt zusammenhält -
Gottfried Boehm sprach in Hinblick auf das Kunstwerk einmal vom „sinnlich
organisiertem Sinn“. Darauf basierend rückt „die präsenzproduzenten“ eine
zentrale Qualität der Kunst ins Zentrum, nämlich ihre Chance eines zunächst
offenen ‚zeigens’ – eines ‚präsentierens’. Was sich zeigt, gilt es zu entdecken.
Sonderveranstaltungen
| 25. Mai, 15 –17 h |
Y8 | Yoga | Klassische Yogalektion in Theorie und Praxis |
| 26. Mai, 11 –13 h |
Y8 | Yoga | Klassische Yogalektion in Theorie und Praxis Öffentl. Führung
mit Jörg van den Berg |
| 28. Juni, 19 h |
Director‘s cut | Werkgespräch mit Jörg van den Berg |
| 12. Juli, 19 h |
Director‘s cut | Werkgespräch mit Jörg van den Berg |
| 26. Aug, 11 –16 h |
Y8 | Yoga | Klassische Yogalektion in Theorie und Praxis Öffentl. Führung
mit Jörg van den Berg Aryurvedischer Imbiss Adam & Eva rückwärts |
Lesung mit Christian Uetz |
Finissage am 26. August 2007, 11 – ca. 16 UhrEin letzter Sommerhöhepunkt der ganz anderen Art. Yoga und
Literaturlesung bei Columbus Art Foundation.
Nach den ersten beiden
erfolgreichen Yoga-Sessions zu Beginn der Ausstellung kommen wir noch einmal in
den Genuss - inmitten zeitgenössischer Kunst - Yoga mit Benita-Immanuel Grosser
zu erfahren. Im Rahmen der Finissage werden die beiden eine Yogasession abhalten
und anschließend das Projekt Y8 vorstellen. In einem Gespräch mit dem Kurator
Jörg van den Berg werden sie über ihre Arbeit und die Verbindung von Yoga und
Kunst sprechen. Zur Stärkung gibt es dann einen ayurvedischen Imbiss, der das
Programm von Y8 kulinarisch abrunden wird.
Weitere Informationen unter
www.artyoga.de.

Christian Uetz zählt zu den
ganz wichtigen deutschen Schreibern der Gegenwart. Bisher eher im Bereich Lyrik
und Erzählung aktiv, wird er im kommenden Frühjahr seinen ersten Roman bei
Suhrkamp veröffentlichen. Bei uns wird es die Lese-Premiere geben. Erstmals also
wird es heißen: "Adam und Eva rückwärts". Wer einmal Christian Uetz live erleben
durfte, der wird es erstens nicht so schnell vergessen und zweitens wissen, dass
eine Stage-Performance sich nicht notwendigerweise nur auf Rockkonzerte beziehen
muss. Ein absolutes Hörvergnügen!
