Nol Hennissengeb. 1964 Roermond (Niederlande) | lebt und arbeitet in Bochum Förderprojekt 1999 ![]() Vita
Licht, Farbe, Raum Die Arbeiten des Bildhauers Nol Hennissen sind durch eine konsequent reduzierte geometrische Struktur geprägt. Im Raum installierte, sparsam instrumentierte Objektformen fungieren als geheimnisvolle Träger von Farbe, die ,auf der betrachterabgewandten Seite monochrom aufgebracht, auf den Projektionsflächen des Umraums als farbiges „Lichtbild“ abgestrahlt wird, wodurch die strengen Arbeiten um eine entscheidende Dimension erweitert werden. Die aus dem Wechselspiel der Elemente Licht, Farbe und Form amalgamierte abstrakte Harmonie, erzeugt eine Atmosphäre von meditativer Stille und nüchterner Poesie; Tageslicht und Tektonik werden zu einem subtilen Ganzen verschmolzen. Zwischen der skulpturalen Materialität der Holz- und Aluminiumelemente und der Immaterialität der Farb- Schatten entsteht ein spannungsreicher Kontrast. Durch das physikalische Phänomen der Farbprojektion führt der Künstler auf raffinierte Weise ein Bewegungsmoment in die ursprünglich zeitlos-statische Stille der asketischen Gitter- und Rahmen-Objekte ein: Zeit wird erfahrbar, indem Tageslichteinfall und wechselnde Lichtstimmungen das Kunstwerk modulieren. Mit seinen surreal-gegeständlichen Eisplastiken hingegen inszeniert Hennissen pointierte Allegorien der Vergänglichkeit. Da hier ein metaphorischer Auflösungsprozeß vorprogrammiert ist, wird diesen fragilen Arbeiten im Medium der Fotografie ein Monument gesetzt. Sabine Dorothée Lehner | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||