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Das Förderprojekt


Nach zehnjähriger Förderpraxis hat die C-AF 2007 ihr Förderprojekt von Grund auf neu strukturiert. Das neue Förderkonzept antwortet einerseits auf die gemachten Erfahrungen und andererseits auf die veränderten Rahmenbedingungen im Betriebssystem Kunst. Der Akzent hat sich von einer Sammlungslogik hin zu einer ‚echten’ Förderlogik verschoben. C-AF will sich durch eine nochmals intensivierte Zusammenarbeit noch stärker als Produktionspartner und -plattform für junge Künstlerinnen und Künstler definieren.
Die Künstlerinnen und Künstler, die im Rahmen des Förderkonzepts mit Columbus zusammenarbeiten, stehen am Ende ihrer akademischen Ausbildung bzw. sind meist noch am Anfang ihrer künstlerischen Laufbahn. Was ihnen in dieser Situation oft fehlt, ist neben einem Netzwerk, das ihrem Arbeiten eine Öffentlichkeit gibt, vielfach auch ein kritischer Dialogpartner im Entwicklungsprozess neuer Werkkonzepte und Projekte. In eben diesem Sinne wird das Förderprojekt zukünftig wirken. Dabei wird der Ankauf von Werken keinesfalls aufgegeben, denn auch in Zukunft wollen wir unsere Sammlung von aktueller Gegenwartskunst weiter entwickeln.

Das Auswahlverfahren
Nachdem wir im Jahr 2006 auf dem Wege eines freien Bewerbungsverfahrens über 250 Mappeneinsendungen erhalten haben, haben wir uns dazu entschlossen, von 2007 an auch das Bewerbungsverfahren grundlegend neu zu gestalten. So sollen an jeder staatlichen Kunstakademie in Deutschland zukünftig ein bis zwei „Columbus-ProfessorInnen“ ein unmittelbares Vorschlagsrecht haben. Diese ‚Co-Profs’ können pro Jahr jeweils zwei Absolventen vorschlagen. Auf diese Weise hoffen wir eine nochmals fundiertere Vorauswahl zu erhalten, weil die angesprochenen Professorinnen und Professoren – anders als wir – das Akademieleben über das gesamte Jahr verfolgen können.
Dazu kommen Bewerbungen von deutschen Studierenden an ausländischen Akademien und Hochschulen, die sich weiterhin direkt bewerben können. So werden der Jury jährlich etwa 80 Mappen vorliegen. Feste Mitglieder der Auswahljury sind zwei Mitglieder der Eigentümerfamilie Wagener sowie Jörg van den Berg (Leiter der C-AF). Hinzu kommen drei jährlich wechselnde externe Mitglieder. Die externen Mitglieder können Künstler, Kunstwissenschaftler, Kuratoren, Museums- oder Kunstvereinsleiter, Sammler oder Kunstkritiker sein.
Die Auswahljury reduziert den Kreis auf sechs Künstlerinnen und Künstler. Mit diesen sechs wird im Herbst die Gruppenausstellung (›+6‹) in der Columbus-Ausstellungshalle in der Spinnerei/Leipzig erarbeitet, zu der auch ein Katalog erscheint. Zur Finissage von ›+6‹ erfolgt dann die Bekanntgabe des Förderprojekt-Preisträgers des Jahres.