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columbus books | Revolver Publishing by VVV


columbus books ist eine eigenständige Buchreihe zur aktuellen Kunst und ihren Kontexten konzipiert von Columbus Art Foundation, verlegt von Revolver Publishing by VVV.

Revolver Publishing by VVV ist ein neuer Verlag, eine Galerie für Bücher und Plattform für zeitgenössische Kunst. Weitere Informationen unter:

www.revolver-publishing.com


Aktuelle Publikationen





+10|2009 – shortlist Columbus-Förderprojekt

Die KünstlerInnen von ›+10|2009‹ kommen von sieben verschiedenen Ausbildungsinstitutionen, die sich über das gesamte Bundesgebiet verteilen. Einige der Hochschulen sind nach längerer oder auch kürzerer ‚Pause‘ wieder dabei (Berlin-Weißensee, Frankfurt, Karlsruhe, Leipzig), andere haben ‚Premiere‘ (Düsseldorf, Köln, München). Wir werten das auch als einen Beleg für die Offenheit des Verfahrens. ›+10|2009‹ zeigt Arbeiten von: Marisa Argentato/Pasquale Pennacchio (Städelschule Frankfurt am Main), Bernhard Bretz/Matthias Holliger (Staatliche Akademie der Bildenden Karlsruhe/Außenstelle Freiburg), Eli Cortiñas (Kunsthochschule für Medien Köln), David Heitz (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe), Schirin Kretschmann (Staatliche Akademie der Bildenden Karlsruhe/Außenstelle Freiburg), Edgar Leciejewski (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig), Claudia Annette Maier (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig), Lena Inken Schaefer (Weißensee Kunsthochschule Berlin), Sven Weigel (Kunstakademie Düsseldorf) und Tim Wolff (Akademie der Bildenden Künste München)
Die breite geografische Streuung manifestiert sich auch auf der Ebene der künstlerischen Praktiken. ›+10‹ kann und will keine Trends zeigen, sondern konzentriert sich ausschließlich auf die Präsentation herausragender individueller Positionen. Darauf richtet sich das gesamte Auswahlverfahren, angefangen bei den vorschlagenden Professorinnen und Professoren bis hin zum zweigeteilten Juryverfahren.

Hg. v. Jörg van den Berg | Format 210 x 160 mm | 216 Seiten | Broschur | zahlreiche Abbildungen 4-farbig und sw | englisch/deutsch | Texte von Jörg van den Berg, Patricia Drück, Carsten Främke, Nazli Gurlek, Lilian Haberer, Naoko Kaltschmidt, Christin Krause, Petra Pechtheyden | ISBN 978-3-86895-015-1




Julia Staszak

Der Ausgangspunkt von Julia Staszaks künstlerischem Arbeiten war die Malerei. Sehr früh allerdings kann man in ihren scheinbar noch klassischen Tafelbildern bemerken, dass diese Malerei nicht an den Rändern der Leinwand aufhört. Man hatte das Gefühl, als ob das Bild, vor dem man stand, nicht das eigentlich Gemeinte war. Physisch wurde das schnell untermauert, indem Staszak ganze Wände, später dann auch ganze Räume gestaltete; Malerei wurde Wandmalerei, Wandmalerei Rauminstallation. Doch diese physisch-faktischen Erweiterungen füllten nicht etwa die Fehlstellen auf, sondern präzisierten zunehmend Staszaks analytisch-konzeptuellen Entwurf, der die Rahmenbedingungen von Kunst-Machen mit reflektierte. Staszaks Themen sind Herrschafts- oder Kräfteverhältnisse wie sie für das Betriebssystem Kunst und darüber hinaus bestimmend sind. Dabei arbeitet sie nicht textlich oder dokumentarisch, zieht sich nicht auf die Illustration bekannter Theoriediskurse aus Ästhetik, Soziologie oder Politik zurück, sondern entwirft malerische, skulpturale oder architektonische Erfahrungsräume, die mehr sind als Kommentare. Vor diesem Hintergrund des kritischen Hinterfragens von Funktion und Bedeutung des öffentlichen Präsentierens, des Zeigens setzt Julia Staszak in ihren großen Installationen Werke anderer KünstlerInnen ebenso wie ältere Werke aus der eigenen Produktion in unvordenkliche Beziehungen. So entstehen immer neue, immer hierarchiefernere Kontexte nicht zuletzt für das eigene Oeuvre, das sich in ständig neuen Versionierungen aufzulösen scheint.

Hg. v. Jörg van den Berg | Format 210 x 260 mm | 184 Seiten | Broschur | zahlreiche Abbildungen 4-farbig und sw | englisch/deutsch | Texte von Jörg van den Berg, Dr. Knut Ebeling, Carla Orthen, Dr. Petra Reichensperger | ISBN 978-3-86895-013-7





Frank Bölter
Katalog


Hg. v. Jörg van den Berg | Format 210 x 260 mm | 208 Seiten | Broschur | zahlreiche Abbildungen 4-farbig und sw | Texte von Jörg van den Berg, Silke Feldhoff und Christoph Schäfer | ISBN978-3-86895-012-0

›Frank Bölter: Katalog‹ markiert den letzten Schritt in der Umstrukturierung des Columbus-Förderprojekt für Akademieabgängerinnen und -abgänger. Dies insofern, als es das erste Buch zum Abschluss der 2006 neu konzipierten dreijährigen Förderung ist. Es setzt in Umfang und Qualität eine neue Benchmark für unsere bei Revolver Publishing erscheinende Reihe ›columbus books‹.
Das Buch basiert auf der Ausstellung ›It's aqua-origami, all right, but is it art?‹ in der Columbus Art Foundation in Leipzig, geht aber in der erstmaligen Dokumentation aller seiner realisierten wie unrealisierten Projekte sowie einem Werkverzeichnis weit über die Leipziger Präsentation hinaus. Die Vielschichtigkeit des Werkes von Frank Bölter, das bisher zu schnell auf seine großen, meist partizipatorischen Projekte im öffentlichen Raum reduziert wurde, wird erstmals zugänglich gemacht.






›Heike Kati Barath - o.T.‹

Hg. v. Jörg van den Berg und Wolfgang Fetz | Format 320 x 235 mm | 128 Seiten | Broschur | zahlreiche 4-farbige Abbildungen | Texte von Wolfgang Fetz, Jörg van den Berg, Kenji Kubota und Dorothea Strauss | ISBN 978-86595-011-3

›Heike Kati Barath - o.T.‹ ist die bisher umfangreichste Publikation zum Werk der Malerin. Das Buch gibt einen tiefgreifenden Einblick in ihre Bildproduktion der letzten zehn Jahre und dokumentiert darüber hinaus die beiden Ausstellungsinszenierungen bei Columbus Art Foundation und im Magazin4 - Bregenzer Kunstverein. Barath malt übergroße Bilder. 300 cm Höhe können gerade einmal für die Büste eines schwarzhaarigen Mannes reichen. Die Opulenz dieser Übergrößen trifft vielfach auf Sujets von entwaffnender Naivität und Leichtigkeit. Die Bildwelten erinnern ebenso Bullerbü wie alltägliche Spießergesellschaft ebenso Horror, Science-Fiction oder Comic. Entsprechend bewegen sich die Farbpaletten der Bilder zwischen himmelblauer Kindlichkeit und schwärzester Abgründigkeit, wobei die Perfektion und Leichtigkeit der Malerei oftmals konterkariert wird von den disproportionierten Unzulänglichkeiten der dargestellten Figur. Barath erzählt Geschichten, ohne erzählerisch zu sein. Ihre Figuren bewegen sich nicht, sie stehen, sie präsentieren sich, sie gehen nicht von der Stelle, prägen sich ein, stellen sich zur Schau, bauen sich auf. Es entsteht ein unausweichliches Gegenüber zwischen gemalter Figur und Betrachter, das zügig in eine nur bedingt angenehme Penetranz kippen kann.
Das Lächeln und das Grauen treffen in diesen Bildern in ungebremster Direktheit aufeinander, ohne dass man sich entscheiden müsste. Nicht nur in dieser Hinsicht sind Baraths Bilder von einer einzigartigen entblößenden Kraft.





Katalog zur Ausstellung ›+10/2008 – shortlist Columbus-Förderprojekt 08‹

Hg. v. Jörg van den Berg | Format 210 x 160 mm | 194 Seiten | Broschur | zahlreiche 4-farbige Abbildungen | Texte von Jörg van den Berg, Christine Heidemann, Gregor Jansen, Vanessa Joan Müller, Bernhard Stumpfhaus | ISBN 978-3-86895-009-0

›+10/2008 – shortlist Columbus-Förderprojekt 08‹ ist die Publikation zu den letzten zehn für das Columbus-Förderprojekt nominierten KünstlerInnen des Jahres 2008. Die Vorjury hatte aus über 70 Bewerbungen von 17 verschiedenen Akademien, Hochschulen oder Universitäten der Künste auszuwählen. Mehr als 30 Professoren waren bundesweit als Vorschlagende an der Vorauswahl beteiligt. Die KünstlerInnen von ›+10/2008‹ kommen von neun verschiedenen Ausbildungsinstitutionen: Dennis Feddersen (Hochschule für bildende Künste Braunschweig), Fabian Fobbe (Universität der Künste Berlin), Claudia Kapp (Hochschule für Künste Bremen), Tobias Kaspar (Hochschule für bildende Künste Hamburg), Rüdiger Otte (Hochschule für bildende Künste Dresden), Eva Maria Raschpichler (Akademie der bildenden Künste Nürnberg), Lasse Schmidt Hansen (Städelschule Frankfurt), Markus Voit (Kunsthochschule Kassel), Anna Witt (Akademie der bildenden Künste Wien) und Hendrik Zimmer (Städelschule Frankfurt). Die breite Streuung manifestiert sich auch auf der Ebene der künstlerischen Praktiken. ›+10‹ kann und will keine Trends zeigen, sondern konzentriert sich ausschließlich auf die Präsentation herausragender individueller Positionen. Darauf richtet sich das gesamte Auswahlverfahren, angefangen bei den vorschlagenden Professorinnen und Professoren bis hin zum zweigeteilten Juryverfahren. Vielleicht ist es gerade die Vielzahl der formalen wie inhaltlichen Bezugsoptionen zwischen den zehn autonomen Positionen, die dann doch auch ein hoch konzentriertes Bild von dem gibt, was eine jüngere Künstlergeneration aktuell bearbeitet.