MissionDie Columbus Art Foundation ist eine Initiative im Rahmen der Columbus-Gruppe, die sich im Wesentlichen auf drei Aktivitäten konzentriert: fördern, zeigen und sammeln. Im Kern der Aktivitäten steht ein bundesweit einmaliges Förderprojekt für Künstlerinnen und Künstler an der Schnittstelle zwischen Akademie und Betriebssystem Kunst. Flankiert werden die Aktivitäten der C-AF seit mehreren Jahren durch ein spezielles Vermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche: die Kunstentdecker. fördern. Seit 1996 verfolgt die Columbus Art Foundation das Ziel, junge hochqualitative Kunst zu fördern. Die Förderung konzentriert sich auf den Zeitraum von drei Jahren, in denen Columbus Art Foundation sich als Partner der Künstlerinnen und Künstler versteht. Anders als bei Stipendien oder projektbezogenen Förderungen gibt es im Förderprojekt der Columbus Art Foundation nur wenige zuvor festgelegte Rahmenbedingungen. Den Einstieg in die Förderung bildet eine alljährlich im Herbst stattfindende Gruppenausstellung der letzten zehn Nominierten, den Abschluss nach drei Jahren im Förderprojekt eine große Einzelausstellung mit Katalogbuch. Dazwischen entwickeln wir die Förderkonzepte mit den jeweiligen Künstlerinnen und Künstlern und richten die Art der Förderung ganz an dem Bedarf der jeweiligen künstlerischen Arbeitsweise aus. Wir unternehmen also den Versuch einer dialogischen Förderung. Columbus hat 2006 für ihre über zehnjährigen Aktivitäten im Rahmen des Förderprojekts den 1. Deutschen Kulturförderpreis durch den Kulturkreis im BDI verliehen bekommen. ![]() Ausstellungseröffnung: ›Geht doch!‹ mit den beiden ersten Künstlern im ‚neuen’ Förderkonzept Julia Staszak (2.v.r.) und Frank Bölter (1.v.l.) sowie Frank Fehrenbach, Götz-Wolf Wagener, Jörg van den Berg, Gertraud Wagener, Nadja Schrade zeigen. Zum Kern des Columbus-Engagements für aktuelle Kunst gehört ein umfangreiches Ausstellungsprogramm, das sich seit dem Einzug der Columbus-Gruppe (2004) ins sogenannte „Haus für Ideen“ auf die hausinterne, 800 qm große Kunsthalle in Ravensburg konzentrierte. Hier zeigte Columbus Art Foundation jährlich mehrere große Wechselausstellungen. ![]() Ausstellungsansicht: ›die Präsenzproduzenten‹ Große Sommerausstellung 2007 in der Ravensburger Kunsthalle mit 25 Künstlern, hier (v.l.n.r.): Tata Ronkholz, Tilo Schulz, Y8 (Benita & Immanuel Grosser, Katharina Grosse, Wolfgang Winter / Berthold Hörbelt Seit Mai 2008 konzentriert sich der Wechselausstellungsbetrieb der Columbus Art Foundation auf ihre neue Ausstellungshalle in der HALLE 14 / Spinnerei Leipzig. ![]() Ausstellungsansicht: ›Wollust – the presence of absence‹, Eröffnungsausstellung Leipzig 2008, hier (v.l.n.r.): Joachim Bandau, Platino, Manfred Pernice, Louise Lawler, Wilhelm Müller Die im Jahr 2007 in Ravensburg neu eingeführten Ausstellungsformate bleiben auch in Leipzig erhalten: Den Beginn 2009 machen zwei parallel laufende Einzelausstellungen, die am Abschluss des Förderprojekts mit den beiden Förderpreisträgern, in diesem Jahr Frank Bölter und Julia Staszak realisiert werden (Mai-Juli). Im Herbst (Sept-Nov) folgt dann die Gruppenausstellung ›+10‹, die die jeweils letzten zehn im Auswahlverfahren des laufenden Jahres verbliebenen Künstlerinnen und Künstler vorstellt. Gegen Ende dieser Ausstellung folgt der Jahreshöhepunkt der Columbus Art Foundation mit der Bekanntgabe der Förderpreisträger (in diesem Jahr am 2. Oktober 2009). Dass die Wahl auf das Spinnereigelände und hier speziell auf die HALLE 14 fiel, hat unterschiedliche Gründe. Hauptargument war die Nachbarschaft zu einer der derzeit interessantesten Ausbildungsstätten im deutschsprachigen Raum, der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Wir versprechen uns von dieser Nachbarschaft einen regen Austausch und verstehen den Ort für uns selbst als einen Lernort. Vor diesem Hintergrund begreifen wir auch die unmittelbare Nachbarschaft zum ›Universal Cube‹ – einem Projekt der HGB, Klasse Joachim Blank – im 2. OG der HALLE 14 als großen Glücksfall. Daneben entspricht das explizit nicht-kommerzielle Leitbild der HALLE 14 exakt dem Eigenanspruch von Columbus Art Foundation. sammeln. Die Sammlung Columbus entsteht seit 1995. Im Kern konzentriert sie sich auf den Ankauf von Werken der Förderprojektkünstlerinnen und -künstler. Darüber hinaus wurden im kleineren Umfang Werke von bereits renommierteren Künstlern angekauft. Zukünftig wird sich die Sammlung Columbus neben den Förderprojektankäufen auf drei themenbezogene Schwerpunkte konzentrieren, die einerseits offen genug sind, um eine Vielfalt zu halten und andererseits spezifisch genug sind, um Rahmen zu setzen, die die Sammlung noch präziser auf den Kontext Columbus-Gruppe und Haus für Ideen bezieht. Hinzu kommen Ankäufe aus den selbst gemachten Ausstellungen. ![]() Anna Witt | Import Export Life Conditions | 2005-2006 | Installation, verschiedene Medien, Ankauf 2008 | |