im Tal – Stiftung Wortelkamp![]() Raum.inhalt (2) – noli me tangere; eine Ausstellungsaufführung Ort: Haus für die Kunst, im Tal – Stiftung Wortelkamp, Schulstraße 18, 57635 Hasselbach Zeit: jour fixe 2010, Samstag, den 26. Juni 2010, 14.00 – 18.30 Uhr Neben der Leitung der C-AF verantwortet Jörg van den Berg gemeinsam mit dem Berliner Künstler Tilo Schulz auch das Programm der „im Tal – Stiftung Wortelkamp“. Im Zentrum des diesjährigen jour fixe wird der zweite Teil der Ausstellungstrilogie „Raum.inhalt“ stehen. Die Reihe beschäftigt sich mit Aspekten, die für die Entwicklung der Anlage im Tal‹ und auch für die künstlerische Arbeit von Erwin Wortelkamp relevant waren und sind. Nach der Ausstellung „The Big Exploration“, die im Herbst vergangenen Jahres die Trilogie eröffnete und sich mit Fragen des architektonischen Raumes befasste, folgt nun Raum.inhalt (2) – noli me tangere. Dieser zweite Teil konzentriert sich auf Fragen nach dem Körperraum. Während „The Big Exploration“ über ein hochverdichtetes Netzwerk von Werken dem Betrachter eine Überfülle entgegenstellte, wird „noli me tangere“ eine konzentrierte Ausstellungsaufführung mit Bild, Text und Ton. Eine Ausstellung als Aufführung zu deren Akteuren Filme, Fotografien, Skulpturen, Prosatexte, Gedichte und Klänge zählen. Das Publikum wird zu Beginn im ‚leeren‘ Ausstellungsraum sitzen oder stehen. Zu sehen sind zunächst nur einige wenige Verweise, die Orte für noch fehlende Kunstwerke markieren: Nägel in den Wänden, ein Diaprojektor, ein Beamer, ein Akkordeon, Tape-Markierungen auf dem Boden. Hinzu kommen leicht überdimensionierte Werk-Beschilderungen. Nach und nach füllt sich das „Haus für die Kunst“ mit Werken ganz unterschiedlicher Gattungen und Inhalte. Die Künstlerinnen werden teilweise vor Ort sein, ihre Werke live aufführen; die Kuratoren übernehmen die Inszenierung und Moderation; das Publikum reagiert auf das, was sich in den unterschiedlichen Medien zeigt. „Es ist die leibliche Ko-Präsenz von Akteuren und Zuschauern, welche eine Aufführung allererst ermöglicht, welche die Aufführung konstituiert. Damit eine Aufführung stattfinden kann, müssen sich Akteure und Zuschauer für eine bestimmte Zeitspanne an einem bestimmten Ort versammeln und gemeinsam etwas tun“ (Erika Fischer-Lichte). Der bestimmte Ort ist im Falle von Raum.inhalt (2) – noli me tangere das „Haus für die Kunst“ im Tal, die bestimmte Zeitspanne der diesjährige jour fixe, genauer Samstag, der 26. Juni 2010 ab 14 Uhr. mit Werken von Fiona Banner, Edwin Alexander Buchholz, Jean Cocteau/Man Ray, Julia Gröning, Diango Hernández, Barbara Köhler, Pamela Rosenkranz, Markus Schinwald, Christian Uetz Das vollständige Programm des jour fixe und weitere Informationen unter: www.im-tal.de Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 18. Juni 2010 unter Tel +49 2686 604 oder Fax +49 2686 8139 Archiv > für einen Blick in die Ausstellung, bitte ins Bild klicken. 21. Juni bis 23. August 2009 Allesdurchdringung Hommage für Heinz Breloh Im ›Haus für die Kunst‹ eröffnete am 21 Juni im Rahmen des jour fixe eine umfangreiche Ausstellung, die den Schlusspunkt unter die erste große posthume Ausstellungsfolge zu Heinz Breloh setzt. Im Gegensatz zu den bisherigen Stationen hat die Ausstellung ›im Tal‹ weniger den Charakter einer Retrospektive, sondern konzentriert sich vielmehr auf die Inszenierung einer künstlerischen Haltung. Der Titel ›Allesdurchdringung‹ steht dabei für die von Heinz Breloh immer wieder formulierte Sehnsucht nach einem Distanzverlust zwischen Bildhauer und Plastik, zwischen Plastik und Betrachter. „Das ist eigentlich der Wunsch, dass die Plastik einem so nahe kommt, wie ein Mensch, wie sagen wir mal Sex, dieses ganz Nahe. Das ist eigentlich so eine Vorstellung, dass die Plastik ein Gegenüber ist, wie es enger nicht vorstellbar ist. Die Arbeit ist dann fertig, wenn zwischen der Plastik und mir keine Distanz mehr ist.“ (Heinz Breloh) Entscheidend für die ganz genuine Qualität seines plastischen Gestaltens aber ist die Offenheit, die in aller Unmittelbarkeit immer erhalten bleibt. Penetranz und Diskretion treffen hier zusammen. Die Plastiken bieten dem Betrachter keine Körperbilder, schon gar keine Abbilder, sie sind Ergebnisse einer Bewegung des Körpers, sind Körperspuren im Raum. Auch acht Jahre nach seinem Tod stehen seine ›Lebensgrößen‹, seine glasierten Tonarbeiten wie sein Gesamtwerk für einen unerhörten Grad an konzeptueller Präzsion, spielerischer und – vor allem – gestalterischer Freiheit. ![]() Oktober - Dezember 2007 Jörg Baier – Park Die Kooperation zwischen Columbus und dem Kunstverein Hasselbach hat im Falle der Ausstellung ›Park‹ eine doppelte Logik. Der Kunstverein Hasselbach konzentriert sein Tun seit mehr als zwanzig Jahren auf die Konzeption und Umsetzung der Anlage ›im Tal‹, die mittlerweile mehr als vierzig Werke auf zehn Hektar Fläche zu einer in dieser Art einzigartigen Skulpturenlandschaft zusammenfasst, zu der auch das ›Haus für die Kunst‹ gehört. Die von Erwin Wortelkamp iniziierte und betriebene Privatinitiative stiftet dabei einen Dialog zwischen Kunst und Natur, der u.a. auf die Geschichte der Gartenarchitektur mit einer radikal zeitgenössischen künstlerischen Sprache antwortet. Auch im Werk von Jörg Baier finden sich mannigfache Bezüge zur Geschichte der Gartenkunst, der Landschaftsmalerei oder dem Verhältnis von Künstlichkeit und Naturgegenstand. Insofern war die Einladung an ihn, eine temporäre Inszenierung im ›Haus für die Kunst‹ zu realisieren, nahe liegend. Juni - August 2007 Nada Sebestyén – Wohnen und Reisen. Die Arbeiten von Nada Sebestyén bedienen sich eines scheinbar unerschöpflichen Reservoirs aus Bildern, Materialien, Formen und Techniken: Fotografien, Zeichnungen, Collagen, textile Skulpturen, Figürliches wie Architektonisches stehen gleichrangig nebeneinander. Sebestyén ist eine Reisende, zumeist in eine Ferne, die es wahrscheinlicher werden lässt, neue oder zumindest andere Wohn- und Arbeitssituationen, Behausungs- und Bewegungsformen zu finden. Was bringt sie mit, wenn sie von dort zurück kommt? Wie übersetzt sie all das in künstlerische Ausdrucksformen? Sicherlich ist sie keine Ethnologin, die uns zu fernen Völkern und Sitten führen will. Vielmehr übersetzt sie das dort Gesehene in „Entwürfe von fiktiven, der Realität entnommenen Lebensräumen, in denen sie Konstellationen von Menschen, Tieren, Kleidern, Häusern und Landschaften zeigt “ (Angelika Nollert). Diese Konstellationen aber sind nichts anderes als Bewegungsformen: Bilder von Choreografien eines Zusammenfindens und -lebens ebenso wie Bilder eines sich Umhüllens. Kunstverein Hasselbach e. V. Altes Schulhaus Schulstraße 18 57635 Hasselbach T +49 2686 604 F +49 2686 8139 www.im-tal.de post@im-tal.de | |