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JULIA GRÖNING / ANNA WITT

›ME‹



kuratiert von Jörg van den Berg

bei:

GALERIE MICHAEL WIESEHÖFER
Schaafenstraße 8 | 50676 Köln
Ausstellungsdauer: 24 Jan - 28 Feb 2009 | Tel +49 221 270 68 85
info@galerie-wiesehöfer.de |
www.galerie-wiesehoefer.de
Di-Fr 14-19h, Sa 12-17h und nach Vereinbarung


›ME‹ zeigt Arbeiten unserer beiden Förderprojektkünstlerinnen Julia Gröning und Anna Witt. Nach der Einzelausstellung der Künstlergruppe ›Famed‹ bei ›steinle contemporary, München‹ im vergangenen Jahr ist dies die zweite Galeriepräsentation mit Künstlerinnen aus unserem laufenden Förderprojekt, die auf Förderprojekt der C-AF zurückgeht.

Julia Gröning und Anna Witt setzen in den meisten ihrer Arbeiten den Körper, die eigene Person unmittelbar ein. Während bei Gröning der eigene Körper zwar in Ihren Fotografien zu finden ist, sich aber mehr verbirgt, als sich zeigt, nutzt Witt Körper als Medium und Oberfläche einer Kommunikation im öffentlichen Raum.

Julia Grönings fotografische Arbeiten sind immer Selbstinszenierungen. In keiner ihrer Fotografien bedient sie dabei das klassische Genre des Selbstportraits, sondern zeigt immer nur Fragmente ihres Körpers; eine Hand oder  eine Fußspitze können genügen. Die szenischen Settings zielen dabei auf Zwischenräume im Alltäglichen. Die Bilder laden sich mit möglichen Geschichten auf, die aber selbst nicht gezeigt bzw. erzählt werden. Der Betrachter wird durch die Suggestion dieser inszenierten Bilder dazu heraus gefordert, das Nicht-Sichtbare mit zu denken.

Anna Witts Video-Arbeiten basieren zumeist auf performativen Eingriffen im öffentlichen Raum, so z.B. die Arbeit ›PUSH‹, in der die Künstlerin mit ihr fremden Passanten in Venice Beach die klassische, uns allen aus Hollywood-Filmen nur zu bekannte Verhaftungsgeste nachstellt. Die meist einfachen körperlichen Handlungen werden von Witt in eine formal strenge Bildsprache übersetzt. Über diese Art körperlich-physischer Interaktion öffnet sie ganz neue Perspektiven auf grundlegende sozio-politische Themenfelder. Dabei überzeugt vor allem das spürbare Vertrauen auf die Kraft der Bilder, die sich eben nicht auf soziokulturelle Kommentierungen zurückziehen.