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24. Mai bis 26. August 2007

> für einen Blick in die Ausstellung, bitte ins Bild klicken.

Tilo Schulz
| A-T-R-O-C-I-T-Y (a tribute to J.G.Ballard) | 2007 | Kompaktschichtstoff-Platten, Siebdruck | Courtesy Dogenhaus Galerie, Leipzig
Katharina Grosse | Ohne Titel | 2005 | 298 x 900 cm | Acryl auf Leinwand
Wolfgang Winter/Berthold Hörbelt | Museum mit Kisten | 2004 | 370 x 1060 cm


Große Sommerausstellung mit Werken von

Sonja Alhäuser, Francis Alys, Heike Kati Barath, Daniele Buetti, Annika Eriksson, Harun Farocki, Katharina Grosse, Benita-Immanuel Grosser, Christoph Keller, Andrée Korpys / Markus Löffler, Jörg Lenzlinger / Gerda Steiner, Thomas Locher, Klaus Merkel, Ueli Michel, Olaf Nicolai, Park Fiction,Tata Ronkholz, Julia Schmidt, Tilo Schulz, Günter Umberg, Gitte Villesen, Wolfgang Winter / Berthold Hörbelt, Andrea Wolfensberger und Erwin Wortelkamp


Die Ausstellung „die Präsenzproduzenten“ zeigt 29 Einzelwerke von 25 Künstlerinnen und Künstlern. Unterschiedlichste künstlerische Strategien stehen nebeneinander: Werke der ‚klassischen’ Medien Zeichnung, Fotografie, Malerei, Video und Skulptur finden sich ebenso wie Beispiele partizipatorischer, interventionistischer und konzeptueller Kunst; das kleine, intime Format ebenso wie raumfüllende Skulpturen, Videoinstallationen oder Großleinwände. Der Titel deutet an, dass es sich nicht um eine klassische Themenausstellung, sondern eher um ein offenes Gefüge handelt, das die einzelnen künstlerischen Positionen zwar umfasst, sie aber nicht zwanghaft zusammen zieht. Die Ausstellung versteht sich zunächst als eine bewusst heterogene Addition von herausragenden Einzelwerken, die sich für immer wieder neue Beziehungsstiftungen öffnen und dabei die unterschiedlichsten Rezeptions- und Handlungsangebote macht. Der Besucher wird herausgefordert, ständig neue formale und inhaltliche Bezüge innerhalb dieses offenen Netzwerks zu entdecken, zu bestätigen oder zu verwerfen - erst in seiner Arbeit an den Werken bilden sich Gruppierungen und der Besucher wechselt – merklich oder unmerklich – aus der Rolle des ‚passiven’ Rezipienten in die des ‚aktiven’ Produzenten: Die ‚Bildrezeption wird zur Bildproduktion’ (Michael Bockemühl). Das Verhältnis von einzelnem Werk, Ausstellung und Inszenierung muss sich dabei immer wieder neu entscheiden und eröffnet ein komplex vernetztes Möglichkeitsfeld für Wahrnehmung und Kommunikation. „die präsenzproduzenten“ folgt hierin der Idee des "displays“, wo es „… um ein Zusammenspiel von Handlungsraum, Präsentation und einer Aktivierung der Beziehung von Betrachter/In und Betrachtetem, … um eine Interpretationszone von Form und Inhalt“ geht (Tilo Schulz). Indem die Ausstellung bewusst darauf verzichtet, die Kunst als Kommentar oder schlichte Illustration außerkünstlerischer Themen zu inszenieren, handelt es sich auch um eine programmatische Ausstellung über eine mögliche Rolle der Kunst heute. Die Ausstellung nimmt genuine Qualitäten und Chancen der Kunst in den Blick und wendet sich dezidiert gegen jede vorschnelle Vernutzung der Kunst. „die Präsenzproduzenten“ fußt auf der Überzeugung, dass sich im Werk-Betrachter-Dialog eine begrifflich vielfach nicht einholbare Gegenwart aufbaut, die Sinn und Sinnlichkeit gleichberechtigt zusammenhält - Gottfried Boehm sprach in Hinblick auf das Kunstwerk einmal vom „sinnlich organisiertem Sinn“. Darauf basierend rückt „die präsenzproduzenten“ eine zentrale Qualität der Kunst ins Zentrum, nämlich ihre Chance eines zunächst offenen ‚zeigens’ – eines ‚präsentierens’. Was sich zeigt, gilt es zu entdecken.


Sonderveranstaltungen

25. Mai, 15 –17 h Y8 | Yoga | Klassische Yogalektion in Theorie und Praxis
26. Mai, 11 –13 h Y8 | Yoga | Klassische Yogalektion in Theorie und Praxis
Öffentl. Führung mit Jörg van den Berg
28. Juni, 19 h Director‘s cut | Werkgespräch mit Jörg van den Berg
12. Juli, 19 h Director‘s cut | Werkgespräch mit Jörg van den Berg
26. Aug, 11 –16 h Y8 | Yoga | Klassische Yogalektion in Theorie und Praxis
Öffentl. Führung mit Jörg van den Berg
Aryurvedischer Imbiss
Adam & Eva rückwärts | Lesung mit Christian Uetz


Finissage am 26. August 2007, 11 – ca. 16 Uhr

Ein letzter Sommerhöhepunkt der ganz anderen Art. Yoga und Literaturlesung bei Columbus Art Foundation.

Nach den ersten beiden erfolgreichen Yoga-Sessions zu Beginn der Ausstellung kommen wir noch einmal in den Genuss - inmitten zeitgenössischer Kunst - Yoga mit Benita-Immanuel Grosser zu erfahren. Im Rahmen der Finissage werden die beiden eine Yogasession abhalten und anschließend das Projekt Y8 vorstellen. In einem Gespräch mit dem Kurator Jörg van den Berg werden sie über ihre Arbeit und die Verbindung von Yoga und Kunst sprechen. Zur Stärkung gibt es dann einen ayurvedischen Imbiss, der das Programm von Y8 kulinarisch abrunden wird.
Weitere Informationen unter www.artyoga.de.




Christian Uetz zählt zu den ganz wichtigen deutschen Schreibern der Gegenwart. Bisher eher im Bereich Lyrik und Erzählung aktiv, wird er im kommenden Frühjahr seinen ersten Roman bei Suhrkamp veröffentlichen. Bei uns wird es die Lese-Premiere geben. Erstmals also wird es heißen: "Adam und Eva rückwärts". Wer einmal Christian Uetz live erleben durfte, der wird es erstens nicht so schnell vergessen und zweitens wissen, dass eine Stage-Performance sich nicht notwendigerweise nur auf Rockkonzerte beziehen muss. Ein absolutes Hörvergnügen!