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Famed | Untitled [Spatial Reconfiguration #11] | 2010
> für einen Blick in die Ausstellung, bitte ins Bild klicken. (Fotos: Denis Bury)





Ort: Columbus Art Foundation / HALLE 14, Spinnerei Leipzig
Eröffnung: Freitag, den 2. Juli, ab 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 3. Juli – 15. August 2010


Sebastian Kretzschmar, Kilian Schellbach und Jan Thomaneck bilden seit 2003 die Künstlergruppe Famed. Ihre Ausstellung „Allegorie und Versprechen“ markiert den Schlusspunkt der dreijährigen Förderung durch die Columbus Art Foundation. Der abschließende Katalog wird im Jahr 2011 als Gemeinschaftsprojekt des Kunstmuseum St. Gallen und der Columbus Art Foundation erscheinen. Zwischen den beiden Ausstellungen in der Columbus Art Foundation und in St. Gallen liegt noch eine dritte umfangreiche Präsentation im Museum der Bildenden Künste/Leipzig im November 2010 aus Anlass des Kunstpreises der Sachsen Bank, den Famed vor wenigen Wochen zugesprochen bekommen haben.

„Allegorie und Versprechen“ wird von Famed in der für ihre künstlerische Strategie typischen Weise als Befragung der Kunst, ihrer spezifischen Potentialität und Latenz, begriffen. Als sprachlicher oder bildlicher Ausdruck ist die Allegorie von vornherein auf ihre Deutung hin konstruiert. Vom Leser oder Betrachter erfordert sie einen Gedankensprung vom Gesagten oder bildlich Dargestellten zur gemeinten Bedeutung. Das „Versprechen“ wiederum wird im doppelten Wortsinn verstanden: als Beteuerung und als sprachliche „Fehl“-Funktion. Es befragt die Kunst in ihrer gesellschaftlichen Funktion und ihrer Verbindung zu einer Reihe von Idealen, die ihr gesellschaftlich zugesprochen werden. Die Ausstellung dockt so an grundlegende Fragen von Kunst an: ihre Bedeutungsproduktion, ihr Wirklichkeitsanspruch, ihr Repräsentationsgrad, ihre Warenförmigkeit, die Gesamtheit ihrer sozialen und politischen Bedingungen, aber auch ihre Eigengesetzlichkeit.