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columbus books | Revolver Publishing


columbus books ist eine eigenständige Buchreihe zur aktuellen Kunst und ihren Kontexten konzipiert von Columbus Art Foundation, verlegt von Revolver Publishing.

Revolver Publishing ist ein Verlag, eine Galerie für Bücher und Plattform für zeitgenössische Kunst. Weitere Informationen unter:

www.revolver-publishing.com


Aktuelle Publikationen




Gabriela Oberkofler – geblieben sind die orte die dich sahen*


Gabriela Oberkoflers Zeichnungen, Skulpturen, Performances und Installationen zeigen allerlei Tiere, Pflanzen und Bäume, allerlei Kleines – zumeist Gefundenes –, Möbel und Architekturen, und auch Gummistiefel. Die Zeichnungen und Skulpturen kennen aber keine Jahreszeiten – keine Kälte, keine ersten Sonnenstrahlen, keine Hitze, kein Modern. Oberkoflers Zeichnungen und Skulpturen kennen auch keine konkreten Orte; sie zeigen uns weder die Panoramen der Dolomiten, noch Straßenansichten ihres Heimatdorfes oder gar Innenansichten ihrer Wohn- und Arbeitsräume, sie verzichten auf Intimes und zielen doch aufs Innerste.

Die Zeichnungen zeigen uns Naturdinge oder Dinge in der Natur, umgeben von reinem Weiß. Das Weiß ist kein Schnee, es ist das Nichts des Papiers. Alles Gezeigte wird dabei seinem Kontext entrissen, nichts lenkt vom eigentlichen Objekt des Interesses ab, alles fokussiert sich.1 Das weiße leere Blatt schärft den Blick und öffnet den Raum für Assoziationen, Erinnerungen, Träume und Verluste. Es gilt, genau zu schauen.

Cover und Bild-Intro, aber auch die Vignetten von kleinen Insekten in diesem Buch, stehen für diese radikale Entkoppelung der Dinge aus ihren realen Kontexten. Der Strohballen braucht kein Feld, der Balkon kein Haus, vier Pferdebeine keinen Körper. Abbilder werden zu Bildern, gerade weil nicht alles gezeigt wird. Das Nicht-Gezeigte wird vom Betrachter zunächst gedankenlos ergänzt – er sieht hinzu und füllt die Fehlstellen routiniert. Dann aber beginnt man geradezu zwangsläufig die Leerstellen als neue Freiheiten zu nutzen. Man ergänzt Anderes, Unvorhergesehenes und -gedachtes.

Die Publikation erscheint anlässlich der Stipendien:
"Programme de résidences d‘artistes plasticiens entre la région Rhône-Alpes et le Land du Bade-Wurtemberg, organisé par art3 en partenariat avec L‘Institut Français de Stuttgart / En collaboration avec Moly-Sabata résidences artistiques – Fondation Albert Gleizes" und "Columbus-Förderpreis für aktuelle Kunst 2011"

Sowie anlässlich der Ausstellungen:
„Die Geranie soll eine wichtige Rolle spielen“, Kunsthalle Ravensburg / Columbus Art Foundation
„I will not leave my home for three months“, art3 – art contemporain, Valence, France
„Die kollektive Speisekammer“, Museum Biedermann, Donaueschingen


Herausgeber: Jörg van den Berg, Sylvie Vojik
Autoren: Susanne Barta, Jörg van den Berg, Mathis van den Berg, Simone Jung, Ulrike Lorenz, Gabriele & Tilman Osterwold, Letizia Ragaglia, Sylvie Vojik
deutsch/englisch/französisch | Format 21 x 30 cm | 216 Seiten | Broschur | zahlreiche Abbildungen, viele Zeichnungen in Originalgröße | ISBN 978-3-86895-152-3

* Norbert C. Kaser







Matthias Beckmann
Berliner Ateliers / Berlin Studios / Ateliers Berlinois


Matthias Beckmann ist Zeichner. Er begegnet seinem Gegenüber als ein diskreter Gesprächspartner, der dann vor dem Motiv zu einem stillen Beobachter wird. Beckmann sucht Orte und findet eben dort Bilder.

Berlin ist – und auch das kann diese nun 264 Zeichnungen umfassende Serie bewusst machen – seit mehr als einem Jahrzehnt vielleicht das wichtigste Ort für aktuelle Kunstproduktion weltweit. Die 88 Ateliers, die Beckmann hier besucht hat, sind dabei nur ein kleiner Ausschnitt aus der unendlichen Zahl von Künstlerateliers in Berlin.

Die Publikation zeigt alle 264 Zeichnungen und ist anlässlich der Doppelausstellung „Die Kunst zu machen. Matthias Beckmann. Berliner Ateliers & Sammlung Columbus. Werke aus Berliner Ateliers“ in der Kunsthalle Ravensburg / Columbus Art Fundation und der Ausstellung „Berliner Ateliers" bei fruehsorge contemporary drawings in Berlin und bei Galerie Laurent Mueller in Paris entstanden.


Herausgeber: Jörg van den Berg
Text: Jörg van den Berg, Andreas Schalhorn
deutsch/englisch/französisch | Format 30 x 21 cm | 400 Seiten | Hardcover | zahlreiche Abbildungen, ale Zeichnungen in Originalgröße | ISBN 978-3-86895-277-3







Julia Gröning – Yes, but no


Die Publikation ›Julia Gröning – Yes but no‹ erscheint anlässlich des ›Columbus-Förderpreis für aktuelle Kunst‹. Am Ende der Förderung durch Columbus stehen eine große monografische Ausstellung und ein Buch. Im Fall von Julia Gröning sind das die Ausstellung ›Losigkeit‹, die die Columbus Art Foundation in der Leipziger Ausstellungshalle auf dem Gelände der Spinnerei realisiert hat und ›Yes, but no‹, welche die erste umfangreiche Publikation zum Werk der in Berlin lebenden Künstlerin ist.

Die Zweiteilung des Buches in einen Werkkatalog der Fotografien und einen Dokumentationsteil mit drei unterschiedlichen ,Anwendungen‘ ihrer Kunst in den Formaten Einzelausstellung, Installation und Fotografie im öffentlichen Raum leitet sich aus der Struktur von Gröning bisherigem Werk ab. Ohne Frage setzen ihre Fotografien den Hauptakzent. Und folgerichtig widmet sich auch der zentrale Text von Stefanie Hoch ganz diesem Werkkomplex. Der Text bietet neben sensibler Hinführungen zu einzelnen Arbeiten vor allem eine erste historische Verortung von Grönings fotografischen Arbeiten.


Herausgeber: Jörg van den Berg
Texte: Jörg van den Berg, Daniele Buetti, Stefanie Hoch, Ruppe Koselleck
Format 210 x 160 mm | 252 Seiten | Hardcover | zahlreiche Abbildungen
ISBN 978-3-86895-151-6







+6|2012 – shortlist Columbus-Förderpreis

 
›+6|2012 – shortlist Columbus-Förderpreis‹ ist die Publikation zu den letzten sechs nominierten KünstlerInnen des Jahres 2012 für den ›Columbus-Förderpreis für aktuelle Kunst‹.

Aus diesmal 75 Bewerbungen von 25 verschiedenen Ausbildungsinstitutionen aus dem gesamten Bundesgebiet hat die Jury mit den externen Mitgliedern Katja Blomberg (Direktorin/Haus am Waldsee, Berlin), Caroline Käding (Direktorin/Kunstverein Freiburg) und René Zechlin (Direktor/Kunstverein Hannover) sechs Teilnehmer zur Shortlist-Ausstellung eingeladen.
Nach wie vor sucht die Jury für den Columbus-Förderpreis weder nach einer bestimmten Gattungspräferenz oder nach zuvor festgelegten Themenfeldern, sondern einzig und allein nach einer je spezifischen künstlerischen Qualität. Beinahe folgerichtig reicht auch in der fünften Auflage der Shortlist das Spektrum wieder vom Tafelbild bis zur Performance, von der Zeichnung bis zur Installation, von der Fotografie bis zum Film.

Der Katalog zeigt zum einen die Ausstellung ›+6|2012‹, hauptsächlich zeigt er aber detailliert die sechs unterschiedlichen Positionen aktueller Kunst.

Herausgeber: Jörg van den Berg
Texte: Stephan Berg, Michael Bonk, Michael Diers, Antje Majewski, Ed Steck, Daniela Stöppel
Format 210 x 160 mm | 232 Seiten | Broschur | zahlreiche Abbildungen
ISBN 978-3-86895-244-5







Anna Witt. Werke 2002–2011

Mit ›Anna Witt. Werke 2002–2011‹ bringen Columbus Art Foundation und der Bregenzer Kunstverein die erste umfangreiche Publikation über die Künstlerin heraus. Das Buch dokumentiert sämtliche Arbeiten, die Witt zwischen 2002 und 2011 realisiert hat und wird so zum Nachschlagewerk für diese erste Dekade. Die Publikation erscheint anlässlich des ›Columbus-Förderpreis für aktuelle Kunst 2008–2011‹ und der Ausstellung ›Anna Witt. stetig aufbegehren‹, Magazin4 – Bregenzer Kunstverein. Dem Buch liegt eine DVD mit ausgewählten Demo-Versionen von zehn zentralen Werken bei.

Herausgeber: Jörg van den Berg und Wolfgang Fetz
Werkkatalog mit einem Text von Jörg van den Berg und einem Gespräch zwischen Andreas Schlaegel und Anna Witt.
englisch/deutsch | Format 210 x 160 mm | 248 Seiten | Broschur | zahlreiche Abbildungen | inkl. DVD | ISBN 978-3-86895-149-3







FAMED – Vor den Dingen

 
Dieses Künstlerbuch erscheint anlässlich den Ausstellungen ›FAMED. Allegorie und Versprechen‹, Columbus Art Foundation in der HALLE 14, Spinnerei, Leipzig, 2010 und ›FAMED. Vor den Dingen, nach dem Affekt‹, Kunstmuseum St.Gallen in der Lokremise und des ›Columbus-Förderpreis für aktuelle Kunst 2007-2010‹.

Herausgeber: Konrad Bitterli und Jörg van den Berg
Mit einer Einführung von Jörg van den Berg und Roland Wäspe sowie Texten von Beatrice von Bismarck, Konrad Bitterli, Adam Budak und Hans-Jürgen Hafner.
deutsch/englisch | Format 170 x 240 mm | 208 Seiten | Hardcover | zahlreiche Abbildungen
ISBN 978-3-86895-161-5







+6|2010 – shortlist Columbus-Förderpreis


›+6|2010 – shortlist Columbus-Förderpreis‹ ist die Publikation zu den letzten sechs nominierten KünstlerInnen des Jahres 2010 für den ›Columbus-Förderpreis für aktuelle Kunst‹.

Die Ausstellung ›+6|2010‹ leitet den Jahreshöhepunkt des Columbus-Engagements für die aktuellste Kunst ein. Letztmals in Leipzig eröffnet die Columbus Art Foundation in diesem Jahr eine noch weiter konzentrierte shortlist mit nur noch sechs statt bisher zehn Teilnehmern. Da nach wie vor knapp achtzig Vorschläge von 25 verschiedenen Ausbildungsinstitutionen der Jury vorlagen, bedeutet diese Zuspitzung einen weiteren Schritt hin zu einer qualitativen Verdichtung. Die Reduktion auf sechs Teilnehmer korreliert dabei mit unserer bereits im Frühjahr getroffenen Entscheidung, zukünftig nur noch einen Förderpreis pro Jahr zu vergeben.

In diesem Jahr sind Werke von Mascha Danzis (Kunsthochschule Kassel), Franziska und Sophia Hoffmann (Hochschule für bildende Künste, Dresden), Jana Kiewit (Kunstakademie Münster), Nahla Küsel (Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig), Daniel Müller (Akademie der bildenden Künste, München) und Gabriela Oberkofler (Akademie der bildenden Künste, Stuttgart) zu sehen.

Der Katalog zeigt zum einen die Ausstellung ›+6|2010‹, auf der anderen Seite zeigt er aber sehr ausführlich sechs einzelne künstlerische Positionen aktuellster Kunst.

Herausgeber: Jörg van den Berg
Texte von Fouad Asfour, Jörg van den Berg, Rainer Ganahl, Anna Gritz, Georg Imdahl, Mischa Steidel
Format 210 x 160 mm | 232 Seiten | Broschur | zahlreiche Abbildungen 4-farbig
ISBN 978-3-86895-018-2







schräg
terrain

Jörg Baier / Gabriele Basch / Annett Bienhaus / Wolfgang Flad / Myriam Holme / Nada Sebestyén

Die Ausstellung ›schrägterrain‹ führt sechs zunächst sehr unterschiedliche Positionen zusammen, die sich alle in mehr oder weniger direkter Weise mit den Themenfeldern Natur und/oder Landschaft beschäftigen. Bei aller teilweise irritierenden Schönheit in den materialen und formalen Lösungen der einzelnen künstlerischen Strategien dominieren die sich oftmals ins Artifizielle steigernden Brechungen. Idylle wird man ebenso vergebens suchen, wie Explikationen aus den großen Feldern tagespolitischer Debatten wie Umwelt- oder Klimaschutz. Stattdessen finden sich Bildwelten, die häufig auf der Grenze zu einer übersteigerten Künstlichkeit operieren und auf diesem Wege Erinnerungen außerbildlicher Realitäten unterlaufen. Andere Werke bewegen sich sehr bewusst auf einer Schnittstelle zwischen Kunst und Kunsthandwerk, greifen traditionelle Produktionstechniken wie das Glasblasen auf oder nutzen Ergebnisse noch junger Wissenschaftsfelder wie der Bionik. Alle sechs Positionen öffnen unter den Bedingungen der Kunst neue Hinsichten auf unsere Bilder von Natur.

Herausgeber: Jörg van den Berg | Format 210 x 160 mm | 36 Seiten | Heft | zahlr. Abb.
ISBN 978-3-86895-017-5







Spannungen – Kunst aus neun Jahrhunderten in der Sammlung der OEW


Die Kunstsammlung der OEW ist seit ihrem Beginn in den frühen 1950er Jahren auf mittlerweile mehr als 800 Werke angewachsen. Die Kunstwerke stammen aus neun Jahrhunderten, wobei ein deutlicher Schwerpunkt auf der Kunst des vergangenen 20. Jahrhunderts liegt. Daneben finden sich nicht nur vereinzelte Spitzenwerke aus älteren Kunstepochen, sondern weitere klar erkennbare Akzente, so z.B. in der Skulptur der Gotik, oder auch in der Malerei des Barock. Die Sammlung hat trotz ihrer Größe und der Qualität ihrer Stücke kein eigenes Haus. Insofern ist jede Ausstellung dieser Sammlung per se ein Ereignis, noch dazu wenn sie aus Anlass des 100jährigen Bestehens der OEW geschieht.
Die Ausstellung ›Spannungen‹ in der Kunsthalle der Columbus Art Foundation basiert auf der Überzeugung, dass der eigentliche Ort der Kunst das einzelne Kunstwerk ist. ›Spannungen‹ bietet Beziehungsstiftungen an, die Werke unterschiedlichster Epochen zusammen treffen lassen. Neben der Lust an der Augenarbeit ist die Basis für die Ausstellungskonzeption, unsere Gegenwart als archimedischen Punkt für einen neuen Blick in die Geschichte der Kunst zu begreifen.

Herausgeber: Jörg van den Berg und Kai-Michael Sprenger | Format 250 x 190 mm | 192 Seiten | Broschur | zahlreiche Abbildungen 4-farbig | Texte von Jörg van den Berg, Kai-Michael Sprenger | ISBN 978-3-86895-016-8







+10|2009 – shortlist Columbus-Förderprojekt

Die KünstlerInnen von ›+10|2009‹ kommen von sieben verschiedenen Ausbildungsinstitutionen, die sich über das gesamte Bundesgebiet verteilen. Einige der Hochschulen sind nach längerer oder auch kürzerer ‚Pause‘ wieder dabei (Berlin-Weißensee, Frankfurt, Karlsruhe, Leipzig), andere haben ‚Premiere‘ (Düsseldorf, Köln, München). Wir werten das auch als einen Beleg für die Offenheit des Verfahrens. ›+10|2009‹ zeigt Arbeiten von: Marisa Argentato/Pasquale Pennacchio (Städelschule Frankfurt am Main), Bernhard Bretz/Matthias Holliger (Staatliche Akademie der Bildenden Karlsruhe/Außenstelle Freiburg), Eli Cortiñas (Kunsthochschule für Medien Köln), David Heitz (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe), Schirin Kretschmann (Staatliche Akademie der Bildenden Karlsruhe/Außenstelle Freiburg), Edgar Leciejewski (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig), Claudia Annette Maier (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig), Lena Inken Schaefer (Weißensee Kunsthochschule Berlin), Sven Weigel (Kunstakademie Düsseldorf) und Tim Wolff (Akademie der Bildenden Künste München)
Die breite geografische Streuung manifestiert sich auch auf der Ebene der künstlerischen Praktiken. ›+10‹ kann und will keine Trends zeigen, sondern konzentriert sich ausschließlich auf die Präsentation herausragender individueller Positionen. Darauf richtet sich das gesamte Auswahlverfahren, angefangen bei den vorschlagenden Professorinnen und Professoren bis hin zum zweigeteilten Juryverfahren.

Herausgeber: Jörg van den Berg | Format 210 x 160 mm | 216 Seiten | Broschur | zahlreiche Abbildungen 4-farbig und sw | englisch/deutsch | Texte von Jörg van den Berg, Patricia Drück, Carsten Främke, Nazli Gurlek, Lilian Haberer, Naoko Kaltschmidt, Christin Krause, Petra Pechtheyden | ISBN 978-3-86895-015-1







Julia Staszak

Der Ausgangspunkt von Julia Staszaks künstlerischem Arbeiten war die Malerei. Sehr früh allerdings kann man in ihren scheinbar noch klassischen Tafelbildern bemerken, dass diese Malerei nicht an den Rändern der Leinwand aufhört. Man hatte das Gefühl, als ob das Bild, vor dem man stand, nicht das eigentlich Gemeinte war. Physisch wurde das schnell untermauert, indem Staszak ganze Wände, später dann auch ganze Räume gestaltete; Malerei wurde Wandmalerei, Wandmalerei Rauminstallation. Doch diese physisch-faktischen Erweiterungen füllten nicht etwa die Fehlstellen auf, sondern präzisierten zunehmend Staszaks analytisch-konzeptuellen Entwurf, der die Rahmenbedingungen von Kunst-Machen mit reflektierte. Staszaks Themen sind Herrschafts- oder Kräfteverhältnisse wie sie für das Betriebssystem Kunst und darüber hinaus bestimmend sind. Dabei arbeitet sie nicht textlich oder dokumentarisch, zieht sich nicht auf die Illustration bekannter Theoriediskurse aus Ästhetik, Soziologie oder Politik zurück, sondern entwirft malerische, skulpturale oder architektonische Erfahrungsräume, die mehr sind als Kommentare. Vor diesem Hintergrund des kritischen Hinterfragens von Funktion und Bedeutung des öffentlichen Präsentierens, des Zeigens setzt Julia Staszak in ihren großen Installationen Werke anderer KünstlerInnen ebenso wie ältere Werke aus der eigenen Produktion in unvordenkliche Beziehungen. So entstehen immer neue, immer hierarchiefernere Kontexte nicht zuletzt für das eigene Oeuvre, das sich in ständig neuen Versionierungen aufzulösen scheint.

Herausgeber: Jörg van den Berg | Format 210 x 260 mm | 184 Seiten | Broschur | zahlreiche Abbildungen 4-farbig und sw | deutsch/englisch | Texte von Jörg van den Berg, Dr. Knut Ebeling, Carla Orthen, Dr. Petra Reichensperger | ISBN 978-3-86895-013-7







Frank Bölter
Katalog


›Frank Bölter: Katalog‹ markiert den letzten Schritt in der Umstrukturierung des Columbus-Förderprojekt für Akademieabgängerinnen und -abgänger. Dies insofern, als es das erste Buch zum Abschluss der 2006 neu konzipierten dreijährigen Förderung ist. Es setzt in Umfang und Qualität eine neue Benchmark für unsere bei Revolver Publishing erscheinende Reihe ›columbus books‹.
Das Buch basiert auf der Ausstellung ›It's aqua-origami, all right, but is it art?‹ in der Columbus Art Foundation in Leipzig, geht aber in der erstmaligen Dokumentation aller seiner realisierten wie unrealisierten Projekte sowie einem Werkverzeichnis weit über die Leipziger Präsentation hinaus. Die Vielschichtigkeit des Werkes von Frank Bölter, das bisher zu schnell auf seine großen, meist partizipatorischen Projekte im öffentlichen Raum reduziert wurde, wird erstmals zugänglich gemacht.

Herausgeber: Jörg van den Berg | Format 210 x 260 mm | 208 Seiten | Broschur | zahlreiche Abbildungen 4-farbig und sw | Texte von Jörg van den Berg, Silke Feldhoff und Christoph Schäfer | ISBN978-3-86895-012-0







Heike Kati Barath - o.T.

Herausgeber: Jörg van den Berg und Wolfgang Fetz | Format 320 x 235 mm | 128 Seiten | Broschur | zahlreiche 4-farbige Abbildungen | Texte von Wolfgang Fetz, Jörg van den Berg, Kenji Kubota und Dorothea Strauss | ISBN 978-86595-011-3

›Heike Kati Barath – o.T.‹ ist die bisher umfangreichste Publikation zum Werk der Malerin. Das Buch gibt einen tiefgreifenden Einblick in ihre Bildproduktion der letzten zehn Jahre und dokumentiert darüber hinaus die beiden Ausstellungsinszenierungen bei Columbus Art Foundation und im Magazin4 - Bregenzer Kunstverein. Barath malt übergroße Bilder. 300 cm Höhe können gerade einmal für die Büste eines schwarzhaarigen Mannes reichen. Die Opulenz dieser Übergrößen trifft vielfach auf Sujets von entwaffnender Naivität und Leichtigkeit. Die Bildwelten erinnern ebenso Bullerbü wie alltägliche Spießergesellschaft ebenso Horror, Science-Fiction oder Comic. Entsprechend bewegen sich die Farbpaletten der Bilder zwischen himmelblauer Kindlichkeit und schwärzester Abgründigkeit, wobei die Perfektion und Leichtigkeit der Malerei oftmals konterkariert wird von den disproportionierten Unzulänglichkeiten der dargestellten Figur. Barath erzählt Geschichten, ohne erzählerisch zu sein. Ihre Figuren bewegen sich nicht, sie stehen, sie präsentieren sich, sie gehen nicht von der Stelle, prägen sich ein, stellen sich zur Schau, bauen sich auf. Es entsteht ein unausweichliches Gegenüber zwischen gemalter Figur und Betrachter, das zügig in eine nur bedingt angenehme Penetranz kippen kann.
Das Lächeln und das Grauen treffen in diesen Bildern in ungebremster Direktheit aufeinander, ohne dass man sich entscheiden müsste. Nicht nur in dieser Hinsicht sind Baraths Bilder von einer einzigartigen entblößenden Kraft.







Katalog zur Ausstellung ›+10/2008 – shortlist Columbus-Förderprojekt 08‹

Herausgeber: Jörg van den Berg | Format 210 x 160 mm | 194 Seiten | Broschur | zahlreiche 4-farbige Abbildungen | Texte von Jörg van den Berg, Christine Heidemann, Gregor Jansen, Vanessa Joan Müller, Bernhard Stumpfhaus | ISBN 978-3-86895-009-0

›+10/2008 – shortlist Columbus-Förderprojekt 08‹ ist die Publikation zu den letzten zehn für das Columbus-Förderprojekt nominierten KünstlerInnen des Jahres 2008. Die Vorjury hatte aus über 70 Bewerbungen von 17 verschiedenen Akademien, Hochschulen oder Universitäten der Künste auszuwählen. Mehr als 30 Professoren waren bundesweit als Vorschlagende an der Vorauswahl beteiligt. Die KünstlerInnen von ›+10/2008‹ kommen von neun verschiedenen Ausbildungsinstitutionen: Dennis Feddersen (Hochschule für bildende Künste Braunschweig), Fabian Fobbe (Universität der Künste Berlin), Claudia Kapp (Hochschule für Künste Bremen), Tobias Kaspar (Hochschule für bildende Künste Hamburg), Rüdiger Otte (Hochschule für bildende Künste Dresden), Eva Maria Raschpichler (Akademie der bildenden Künste Nürnberg), Lasse Schmidt Hansen (Städelschule Frankfurt), Markus Voit (Kunsthochschule Kassel), Anna Witt (Akademie der bildenden Künste Wien) und Hendrik Zimmer (Städelschule Frankfurt). Die breite Streuung manifestiert sich auch auf der Ebene der künstlerischen Praktiken. ›+10‹ kann und will keine Trends zeigen, sondern konzentriert sich ausschließlich auf die Präsentation herausragender individueller Positionen. Darauf richtet sich das gesamte Auswahlverfahren, angefangen bei den vorschlagenden Professorinnen und Professoren bis hin zum zweigeteilten Juryverfahren. Vielleicht ist es gerade die Vielzahl der formalen wie inhaltlichen Bezugsoptionen zwischen den zehn autonomen Positionen, die dann doch auch ein hoch konzentriertes Bild von dem gibt, was eine jüngere Künstlergeneration aktuell bearbeitet.