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im Tal – Stiftung Wortelkamp


Ausstellungsansicht ›Raum.inhalt (3) – und/and


25 Jahre ›im Tal‹

jour fixe 2011 | Samstag, den 25. Juni 2011

mit den Gästen: Miroslaw Balka (Skulptur), Bernhard Bretz/Matthias Holliger (Skulptur), Frank Bölter (Skulptur), Anna Huber (Tanz), KrausFrink Percussion (Musik), Ulrike Almut Sandig (Literatur), Martin Schütz (Musik) und Trionova (Musik)

Am Samstag, den 25. Juni 2011 feiert die ›im Tal – Stiftung Wortelkamp‹ das 25jährige Jubiläum der Anlage ›im Tal‹ – ein besonderer Tag. Im Rahmen des jährlichen jour fixe erwartet den Besucher ein hoch intensives Programm mit herausragenden Gästen aus den Bereichen Kunst, Literatur, Musik und Tanz. Die Columbus Art Foundation ist in persona von Jörg van den Berg seit Jahren eng mit dem Tal verbunden. Auch am diesjährigen jour fixe werden mit Bernhard Bretz/Matthias Holliger und Frank Bölter Künstler beteiligt sein, die zuvor bzw. aktuell von Columbus gefördert wurden.

Die Teilnehmerzahl im Jubiläumsjahr ist auf 200 begrenzt. Der Unkostenbeitrag für den Tag beträgt 15 Euro. Wir bitten Sie um eine verbindliche Anmeldung bis zum 15. Juni 2011: Telefon +49 2686 604 Fax +49 2686 8139 Email post@im-tal.de

Das Programm teilt sich gemäß den Tageszeiten in drei Blöcke:

Der Morgen beginnt im Zelt mit der Eröffnung, den Grussworten und einer Rede zum Jubiläum, die auf die ersten 25 Jahre zurückblickt. Ein Rückblick, der sich zum Ausblick weitet und der auf die sich ›im Tal‹ verbindenden Formen der künstlerischen Praxis, der theoretischen Reflexion und des politischen Handelns schaut. Unterbrochen werden die Reden durch Musiken von ›KrausFrink Percussion‹.

Der Mittag gehört dem ›Tal‹. Die in den vergangenen 25 Jahren auf zehn Hektar angewachsene Anlage gibt Raum für mehr als vierzig permanente Arbeiten von Joachim Bandau, Krimhild Becker, Karl Bobek, Heinz Breloh, Heinrich Brummack, Johannes Brus, Claus Bury, Nathan Coley, Michael Deiml, Hanspeter Demetz, Madeleine Dietz, Bogomir Ecker, Hannes Forster, Gloria Friedmann, Lutz Fritsch, Ludger Gerdes, Nikolaus Gerhart, Ulf Hegewald, Ulrike Hullmann/Thomas Kocheisen, Paul Isenrath, Kazuo Katase, Marin Kasimir, Barbara Köhler, Thomas Lehnerer, Jan Leven, Wolfgang Luy, Ansgar Nierhoff, Norbert Radermacher, James Reiniking, August Sander, Christoph Schäfer, Jo Schöpfer, Tilo Schulz, Georg Schütz, Fritz Schwegler, Oliver Siebeck, Gerda Steiner/Jörg Lenzlinger, Götz Stöckmann, Carola Schnug-Börgerding, Claudia Terstappen, Erwin Wortelkamp und Kim Wortelkamp.

Neben diesen dauerhaft installierten Werken bieten zwei ›offene Anlagen‹ Raum für temporäre Interventionen. Diese Anlagen werden zum jour fixe 2011 von dem deutsch-schweizerischen Künstlerduo Bernhard Bretz und Matthias Holliger sowie von Frank Bölter bespielt. Neben der bildenden Kunst werden auf dem Talgang auch Literatur, Musik und Tanz zu hören und zu sehen sein. Die Leipziger Autorin Ulrike Almut Sandig, das Duo KrausFrink Percussion und Anna Huber/Martin Schütz werden akustisch bzw. tanzend an unterschiedlichen Orten ›im Tal‹ eingreifen.

Am frühen Abend geht es ins ›Depositum‹ nach Weyerbusch. Das vom Leipziger Planungsbüro quartier vier entworfene, neueste Gebäude im Ensemble der Stiftung hat soeben den Architekturpreis Rheinland-Pfalz erhalten. Hier wird die Schweizer Tänzerin Anna Huber auf die Gegebenheiten des gebauten Raumes reagieren. Begleitet wird sie von dem Cellisten Martin Schütz.

Am Abend
dann eröffnet im ›Haus für die Kunst‹ die dritte und letzte Ausstellung im Rahmen der von Jörg van den Berg und Tilo Schulz kuratierten Trilogie ›Raum.inhalt‹. In der lapidar mit ›und/and‹ betitelten Inszenierung treffen zwei Skulpturen von Miroslaw Balka und Erwin Wortelkamp aufeinander. Ihr ,Gespräch‘ wird moderiert durch einen ,Text im Raum‘ von Ulrike Almut Sandig.
 
mehr Informationen unter www.im-tal.de
oder in der Einladungskarte (PDF, 223 KB)



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Raum.inhalt (2) – noli me tangere; eine Ausstellungsaufführung


Ausstellunsdauer: jour fixe 2010, Samstag, den 26. Juni 2010, 14.00 – 18.30 Uhr
Ort:  Haus für die Kunst, im Tal – Stiftung Wortelkamp, Schulstraße 18, 57635 Hasselbach

Neben der Leitung der C-AF verantwortet Jörg van den Berg gemeinsam mit dem Berliner Künstler Tilo Schulz auch das Programm der „im Tal – Stiftung Wortelkamp“. Im Zentrum des diesjährigen jour fixe wird der zweite Teil der Ausstellungstrilogie „Raum.inhalt“ stehen. Die Reihe beschäftigt sich mit Aspekten, die für die Entwicklung der Anlage im Tal‹ und auch für die künstlerische Arbeit von Erwin Wortelkamp relevant waren und sind. Nach der Ausstellung „The Big Exploration“, die im Herbst vergangenen Jahres die Trilogie eröffnete und sich mit Fragen des architektonischen Raumes befasste, folgt nun Raum.inhalt (2) – noli me tangere. Dieser zweite Teil konzentriert sich auf Fragen nach dem Körperraum. Während „The Big Exploration“ über ein hochverdichtetes Netzwerk von Werken dem Betrachter eine Überfülle entgegenstellte, wird „noli me tangere“ eine konzentrierte Ausstellungsaufführung mit Bild, Text und Ton. Eine Ausstellung als Aufführung zu deren Akteuren Filme, Fotografien, Skulpturen, Prosatexte, Gedichte und Klänge zählen. Das Publikum wird zu Beginn im ‚leeren‘ Ausstellungsraum sitzen oder stehen. Zu sehen sind zunächst nur einige wenige Verweise, die Orte für noch fehlende Kunstwerke markieren: Nägel in den Wänden, ein Diaprojektor, ein Beamer, ein Akkordeon, Tape-Markierungen auf dem Boden. Hinzu kommen leicht überdimensionierte Werk-Beschilderungen. Nach und nach füllt sich das „Haus für die Kunst“ mit Werken ganz unterschiedlicher Gattungen und Inhalte. Die Künstlerinnen werden teilweise vor Ort sein, ihre Werke live aufführen; die Kuratoren übernehmen die Inszenierung und Moderation; das Publikum reagiert auf das, was sich in den unterschiedlichen Medien zeigt. „Es ist die leibliche Ko-Präsenz von Akteuren und Zuschauern, welche eine Aufführung allererst ermöglicht, welche die Aufführung  konstituiert. Damit eine Aufführung stattfinden kann, müssen sich Akteure und Zuschauer für eine bestimmte Zeitspanne an einem bestimmten Ort versammeln und gemeinsam etwas tun“ (Erika Fischer-Lichte). Der bestimmte Ort ist im Falle von Raum.inhalt (2) – noli me tangere das „Haus für die Kunst“ im Tal, die bestimmte Zeitspanne der diesjährige jour fixe, genauer Samstag, der 26. Juni 2010 ab 14 Uhr.

mit Werken von Fiona Banner, Edwin Alexander Buchholz, Jean Cocteau/Man Ray, Julia Gröning, Diango Hernández, Barbara Köhler, Pamela Rosenkranz, Markus Schinwald, Christian Uetz




Allesdurchdringung
Hommage für Heinz Breloh


21. Juni bis 23. August 2009

Im ›Haus für die Kunst‹ eröffnete am 21 Juni im Rahmen des jour fixe eine umfangreiche Ausstellung, die den Schlusspunkt unter die erste große posthume Ausstellungsfolge zu Heinz Breloh setzt. Im Gegensatz zu den bisherigen Stationen hat die Ausstellung ›im Tal‹ weniger den Charakter einer Retrospektive, sondern konzentriert sich vielmehr auf die Inszenierung einer künstlerischen Haltung. Der Titel ›Allesdurchdringung‹ steht dabei für die von Heinz Breloh immer wieder formulierte Sehnsucht nach einem Distanzverlust zwischen Bildhauer und Plastik, zwischen Plastik und Betrachter. „Das ist eigentlich der Wunsch, dass die Plastik einem so nahe kommt, wie ein Mensch, wie sagen wir mal Sex, dieses ganz Nahe. Das ist eigentlich so eine Vorstellung, dass die Plastik ein Gegenüber ist, wie es enger nicht vorstellbar ist. Die Arbeit ist dann fertig, wenn zwischen der Plastik und mir keine Distanz mehr ist.“ (Heinz Breloh) Entscheidend für die ganz genuine Qualität seines plastischen Gestaltens aber ist die Offenheit, die in aller Unmittelbarkeit immer erhalten bleibt. Penetranz und  Diskretion treffen hier zusammen. Die Plastiken bieten dem Betrachter keine Körperbilder, schon gar keine Abbilder, sie sind Ergebnisse einer Bewegung des Körpers, sind Körperspuren im Raum. Auch acht Jahre nach seinem Tod stehen seine ›Lebensgrößen‹, seine glasierten Tonarbeiten wie sein Gesamtwerk für einen unerhörten Grad an konzeptueller Präzsion, spielerischer und – vor allem – gestalterischer Freiheit.





Jörg Baier – Park

Ausstellungsdauer: Oktober bis Dezember 2007

Die Kooperation zwischen Columbus und dem Kunstverein Hasselbach hat im Falle der Ausstellung ›Park‹ eine doppelte Logik. Der Kunstverein Hasselbach konzentriert sein Tun seit mehr als zwanzig Jahren auf die Konzeption und Umsetzung der Anlage ›im Tal‹, die mittlerweile mehr als vierzig Werke auf zehn Hektar Fläche zu einer in dieser Art einzigartigen Skulpturenlandschaft zusammenfasst, zu der auch das ›Haus für die Kunst‹ gehört. Die von Erwin Wortelkamp iniziierte und betriebene Privatinitiative stiftet dabei einen Dialog zwischen Kunst und Natur, der u.a. auf die Geschichte der Gartenarchitektur mit einer radikal zeitgenössischen künstlerischen Sprache antwortet. Auch im Werk von Jörg Baier finden sich mannigfache Bezüge zur Geschichte der Gartenkunst, der Landschaftsmalerei oder dem Verhältnis von Künstlichkeit und Naturgegenstand. Insofern war die Einladung an ihn, eine temporäre Inszenierung im ›Haus für die Kunst‹ zu realisieren, nahe liegend.



Nada Sebestyén – Wohnen und Reisen.

Ausstellungsdauer: Juni bis August 2007

Die Arbeiten von Nada Sebestyén bedienen sich eines scheinbar unerschöpflichen Reservoirs aus Bildern, Materialien, Formen und Techniken: Fotografien, Zeichnungen, Collagen, textile Skulpturen, Figürliches wie Architektonisches stehen gleichrangig nebeneinander. Sebestyén ist eine Reisende, zumeist in eine Ferne, die es wahrscheinlicher werden lässt, neue oder zumindest andere Wohn- und Arbeitssituationen, Behausungs- und Bewegungsformen zu finden. Was bringt sie mit, wenn sie von dort zurück kommt? Wie übersetzt sie all das in künstlerische Ausdrucksformen? Sicherlich ist sie keine Ethnologin, die uns zu fernen Völkern und Sitten führen will. Vielmehr übersetzt sie das dort Gesehene in „Entwürfe von fiktiven, der Realität entnommenen Lebensräumen, in denen sie Konstellationen von Menschen, Tieren, Kleidern, Häusern und Landschaften zeigt “ (Angelika Nollert). Diese Konstellationen aber sind nichts anderes als Bewegungsformen: Bilder von Choreografien eines Zusammenfindens und -lebens ebenso wie Bilder eines sich Umhüllens.
 
im Tal – Stiftung Wortelkamp
Altes Schulhaus
Schulstraße 18
57635 Hasselbach

T +49 2686 604
F +49 2686 8139

post@im-tal.de
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