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Barbara Kruttke

geb. 1969 in Essen | lebt und arbeitet in Düsseldorf
Förderprojekt 1998



Ausbildung
2000 Akademiebrief
1998  Meisterschülerin bei bei Prof. Jan Dibbets
1993-2000 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Jan Dibbets, Prof. David Rabinovich
   
Einzelausstellungen 
2004  Galerie von der Milwe, Aachen
2003  Galerie Aurel Scheibler "Room 4", Köln
2002 Pavillon der Galerie Brusten, Wuppertal
2001 Raum 023, Kunstakademie Düsseldorf
Galerie von der Milwe, Aachen
2000 Graduiertenstipendium, Kunstakademie Düsseldorf
Ballhaus im Nordpark, Düsseldorf
Kunstpunkte Düsseldorf
Markert-Gruppe, Neumünster
   
Gruppenausstellungen (Auswahl) 
2004  kunstverliebt, Düsseldorf
take care, Kunsthaus Hamburg, Columbus Art Foundation
2003 Städtische Galerie Lüdenscheid, Märkisches Stipendium für Bildende Kunst 2003, Malerei
Raumbezug, BIS, Mönchengladbach
Museum Katharienhof, Kranenburg
2002 Bara´3, Kunstprojekte in St. Apollinaris, Düsseldorf
2001 O.T., Sammlung Columbus, Zußdorf
NRW-Forum, Düsseldorf (Emprise Art Award Preisträgerin)
   
Stipendium
2000-2002 Graduiertenstipendium der Kunstakademie Düsseldorf und des Landes NRW


Barbara Kruttkes Bilder charakterisieren sich durch die Dualität der abstrakten, streng geometrischen Komposition und dem malerischen Farbauftrag. Sie bewegen sich zwischen Begriffspaaren wie „Ratio“ und „Emotion“, kalt und warm. Mit ihrer Malerei kann sie, wie sie selbst sagt, im Gegensatz zur Sprache, in „wortunfähige Schichten“ vordringen. Einerseits bestimmt von einer inneren, nicht rational erfassbaren „poetischen Sehnsucht“ (Helmut Federle), und andererseits von den parallel dazu ablaufenden Prozessen des Verstandes, gelangt sie zu einer ungegenständlich abstrakten Malerei. Abstrakt allerdings nicht im Sinne der ungegenständlichen Malerei des Abstrakten Expressionismus, sondern aus „universalistischen Darstellungsabsichten“. Sie möchte in eine Welt eindringen, die nicht in Worte zu fassen ist und frei ist von Vergleichen und Anlehnungen an Gegenständliches. Ihren Ansatz sieht sie im Zusammenhang mit Piet Mondrians „Reinem Sehen“. Doch im Gegensatz zu dessen Arbeiten, ist der subjektive Malakt, der teils gestische Pinselstrich innerhalb der geometrisch gegeneinander abgegrenzten Flächen, ein wesentlicher Bestandteil von Kruttkes künstlerischer Position. Nicht die konkrete Malerei, sondern das Bild als Konzentrationspunkt subjektiver, gleichwohl rationalisierter Emotionen sind das Agens. Die Fühlbarkeit der Farben, ihr emotionaler Gehalt, bestimmen die Farbauswahl und die Art und Weise des Farbauftrages. Raum, der durch die Nuancierung und Überlagerung von Einzelflächen entsteht, greift über die Grenzen der Bildfläche hinaus. Die Bilder vermitteln nicht das Gefühl eines in sich abgeschlossenen Gegenstandes, sondern beziehen ihr unmittelbares Umfeld mit ein und treten somit in einen Dialog mit dem Betrachter und dem sie umgebenden Raum. Damit werden sie gleichberechtigtePartner und fungieren als Manifestationen metaphysischer Vorgänge.

Bettina Högner