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Nol Hennissen

geb. 1964 Roermond (Niederlande) | lebt und arbeitet in Bochum
Förderprojekt 1999


Vita
2006/2007 Lehraufträge an der Ruhr Universität Bochum und der Universität Essen
200 Karl Schmidt-Rottluff Stipendium
1997-2004 Assistent am Lehrstuhl von Prof. Ben Willikens
1997 Projektförderung der Erwin und Gisela von Steiner Stiftung
1996 Diplom - Debütantenpreis
1995 Meisterschüler
1992-1996 Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Ben Willikens
1989-1991 Akademie der Bildenden Künste Maastricht Kunsterziehung und Bildhauerei
1983-1988 H.K.L. Sittard, Kunsterziehung und Bildhauerei II
   
Einzelausstellungen 
2007 München – Bochum, Galerie Januar, Bochum
Künstlerzeche, Unser Fritz 2/3 , Herne
2006 Arena, (mit Wolfgang Kessler) Galerie Carol Johnssen , München
2005 Element 111, eine Theatralische Installation, Regie: Christina Ruf, München
2001 What’s Your Favourite Colour?, Galerie Carol Johnssen, München
2000 Komplementäre Raumvisionen , mit Rita Rohlfing, D.G. München
1999 Galerie Carol Johnssen, München
Transforming data (in Zusammenarb. M. Simone Schmaus) Galerie FOE 156 München
1997 Galerie Carol Johnssen, München
In-Zwischen, Galerie FOE 156, München
1995 Stopwatch, L5 Christoffelhuis, Roermond
1994 Ladengalerie, Künstlerwerkstatt Lothringer Str., München
   
Gruppenausstellungen (Auswahl) 
2007 Inside / Outside, Galerie Carol Johnssen, München
2006  Kunsttransfer, Heinsberg
Und es bewegt sich doch, Museum Bochum
2005  High Noon, Galerie Carol Johnssen, München
2004  Privatgrün, Kunst im Schrebergarten „Sonnenhang“, Köln
Galerie der Künstler, München
Ar(t)chitecture, Galerie Carol Johnssen, München
2003  Karl Schmidt-Rottluff Stipendium, Kunsthalle Düsseldorf
2001  Zeitgleich, Galerie der Künstler, München<
o.T. Sammlung Columbus, Ravensburg-Zusdorf
Stadt im Fluss, Kelheim
2000 Skulpturenpark Ismaning
1998 AD AGE, Eine Theatralische Installation, Regie: Christina Ruf, München
Conrete, Museumspark Rüdersdorf
Friends, (mit Hendrik Wittkopf) Booz - Allen & Hamilton, München
1997 Eternit, Berlin
Motiv Architektur, Galerie der Stadt Backnang
Aus irgend etwas folgt immer etwas anderes, Kunstpark Forum, München
1996 Debütanten, Akademie der Bildenden Künste, München
1995 Achteraf bekeken, Het Domein, Sittard (NL)
IN, Johannesburg Sandton Gallery, Johannesburg (Süd-Afrika)
Galerie Guth Maas & Maas, Reutlingen
1994 Via Appia Galerie Beatrice Wassermann, München
Aktieradius in Dialogen,Herkenbosch (NL)
1993/94 Gegen und Zugleich, Garmisch-Partenkirchen, G.S.F. München
Podium Kunst Schramberg
1992 Galerie Willem Pastoor, Nuenen (NL)
1991 Start 1991, Apeldoorn (NL)
   
Kunst im öffentlichen Ram / Projekte
2006  Zaun, Museum Bochum
2005  Bayerisches Staatswappen, Plenarsaal Maximilianeum, München (Architekt Volker Staab)
2003 European Patent Office, Den Haag (NL)
2001 Markthalle 2, Hasenbergl München (Architekt Peter Ottmann)


Licht, Farbe, Raum

Die Arbeiten des Bildhauers Nol Hennissen sind durch eine konsequent reduzierte geometrische Struktur geprägt. Im Raum installierte, sparsam instrumentierte Objektformen fungieren als geheimnisvolle Träger von Farbe, die ,auf der betrachterabgewandten Seite monochrom aufgebracht, auf den Projektionsflächen des Umraums als farbiges „Lichtbild“ abgestrahlt wird, wodurch die strengen Arbeiten um eine entscheidende Dimension erweitert werden.
Die aus dem Wechselspiel der Elemente Licht, Farbe und Form amalgamierte abstrakte Harmonie, erzeugt eine Atmosphäre von meditativer Stille und nüchterner Poesie; Tageslicht und Tektonik werden zu einem subtilen Ganzen verschmolzen. Zwischen der skulpturalen Materialität der Holz- und Aluminiumelemente und der Immaterialität der Farb- Schatten entsteht ein spannungsreicher Kontrast. Durch das physikalische Phänomen der Farbprojektion führt der Künstler auf raffinierte Weise ein Bewegungsmoment in die ursprünglich zeitlos-statische Stille der asketischen Gitter- und Rahmen-Objekte ein: Zeit wird erfahrbar, indem Tageslichteinfall und wechselnde Lichtstimmungen das Kunstwerk modulieren.
Mit seinen surreal-gegeständlichen Eisplastiken hingegen inszeniert Hennissen pointierte Allegorien der Vergänglichkeit. Da hier ein metaphorischer Auflösungsprozeß vorprogrammiert ist, wird diesen fragilen Arbeiten im Medium der Fotografie ein Monument gesetzt.

Sabine Dorothée Lehner