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Förderprojekt wird ›Columbus-Förderpreis für aktuelle Kunst‹

Die Kulturförderung der Unternehmensgruppe Columbus

Nach vier sehr intensiven Jahren haben wir die Beendigung unseres Leipziger Gastspiels zum Anlass genommen, um abermals über die gemachten Erfahrungen mit dem seit 1996 laufenden Columbus-Förderprojekt kritisch nachzudenken. Das Ergebnis ist die Einführung des neuen, mit 30.000.- Euro dotierten Columbus-Förderpreises für aktuelle Kunst. In die Struktur dieses Förderpreises haben wir die Komponenten aus dem alten Förderprojekt einfließen lassen, die sich in unseren Augen als absolut erhaltenswert gezeigt haben. Nach wie vor zielt auch der Preis auf Künstlerinnen und Künstler, die am Ende ihrer akademischen Ausbildung bzw. noch am Anfang ihrer künstlerischen Laufbahn stehen. Was ihnen in dieser Situation oft fehlt, ist neben einem Netzwerk, das ihrem Arbeiten eine Öffentlichkeit gibt, vielfach auch ein kritischer Dialogpartner im Entwicklungsprozess neuer Werkkonzepte und Projekte. In eben diesem Sinne wird auch der Columbus-Förderpreis zukünftig wirken. Die Preissumme wird neben einem geringen monatlichen Grundbetrag, der über den Zeitraum von einem Jahr an den Preisträger gezahlt wird, vor allem für eine große Einzelausstellung und eine umfangreiche begleitende Monografie genutzt. Beides soll in einem intensiven Dialog zwischen Preisträger und Columbus im Laufe eines Jahres nach der Preisvergabe erarbeitet werden.


Jury und Auswahlverfahren 2011/2012

Seit 2007 basiert das Auswahlverfahren zum Columbus-Förderpreis auf einem vorschlagsgebundenen Bewerbungsverfahren. Eine direkte Bewerbung ist für Studierende deutscher Hochschulen nicht möglich. Columbus hat an fast jeder Akademie, Hochschule oder Universität der Künste in Deutschland ein bis zwei vorschlagsberechtigte ProfessorInnen. Diese können pro Jahr jeweils maximal zwei Absolventen ihrer Hochschule vorschlagen. Dazu kommen Bewerbungen von deutschen Studierenden an ausländischen Akademien und Hochschulen, die sich weiterhin direkt bewerben können. Auf diese Weise erhalten wir eine fundiertere Vorauswahl von etwa 80 Bewerbungen pro Auswahlverfahren.
Feste Mitglieder der Auswahljury sind zwei Mitglieder der Eigentümerfamilie Wagener, in der Regel sind dies Gertraud Wagener (Aufsichtsrat-Vorsitzende Columbus Holding AG) und Kerstin Wagener (Künstlerin, Berlin), sowie Jörg van den Berg (Direktor, Columbus Art Foundation). Hinzu kommen drei wechselnde externe Mitglieder. Die externen Jurymitglieder sind in diesem Jahr Dr. Katja Blomberg (Direktorin, Haus am Waldsee, Berlin), Caroline Käding (Direktorin, Kunstverein Freiburg) und René Zechlin (Direktor, Kunstverein Hannover).
Die Auswahljury reduziert den Kreis auf sechs Künstlerinnen und Künstler. Mit diesen sechs wird eine Shortlist-Ausstellung erarbeitet (›+6‹), die in Ravensburg gezeigt wird und zu der ein umfangreicher Katalog erscheint. Im Zuge dieser Ausstellung ›+6 | 2012‹ erfolgt dann die Bekanntgabe des Columbus-Förderpreisträgers.

Der diesjährige Bewerbungsschluss ist der 1. Dezember 2011. Einzige Einschränkung für eine Bewerbung bleibt, dass die vorgeschlagenen KünstlerInnen entweder im Meisterschülerjahr sind oder vor maximal drei Jahren die Akademie abgeschlossen haben.